LOVELY BLOG AWARD

Westendstorie läd zum Tratschen ein:
7 Fakten über sich selbst soll man beim Lovely Blog Award preisgeben. Hier die Regeln:

➣ Verlinke die Person, die dich nominiert hat und bedanke dich oder verfluche sie
➣ Liste die Spielregeln auf
➣ Nenne 7 Fakten über dich
➣ Nominiere 7 weitere Blogs

Also, man sehen was mir einfällt – Here we go:

I. WISSENSDURST

Ich sage es jetzt einfach mal so, wie es ist: Ich bin ein kleiner Nerd.
Ich habe einfach ein endloses Bedürfnis, Wissen anzuhäufen: Ich würde am liebsten Psychologie, VWL, Biologie, Kunst und Germanistik gleichzeitig studieren, und selbst dann würde ich mich wahrscheinlich noch für Astrophysik einschreiben.
Wenn ich eine Arbeit über die Anschläge auf Pearl Harbor schreiben soll, streife ich dabei nebenbei auf Wikipedia ausführlich nacheinander die damals gängigen Kampfflugzeugtypen bis zur Klassifizierung von Torpedos durch, bevor ich mich mit den politischen Grundzügen befasse.
Besuche ich Kommilitonen, kann der Abend auch durchaus damit enden, dass ich mir von seinem Mitbewohner dessen Bachelor-Arbeit über Teilchenphysik erklären lasse, ohne dass er mir Begriffe wie Neutrinos oder das Entropieprinzip erklären muss, weil ich eine Phase hatte, in der ich Reportagen über Quantenphysik verschlungen habe.
Wahnsinnig praktisch ist das allerdings leider nicht. Wer bei jedem Thema brüllen kann: „Hab´ ich schonmal gehört!“, hat leider noch nie Punkte bekommen, wenn dann nichts mehr hinterherkommt. Das Wissen versickert einfach wieder.

II. HYPOCHONDRIE

Spätestens der Bio-Leistungskurs vor dem Abi hat in mir endgültig hypochondrische Neigungen geweckt, die ich aus psychosomatischen Gründen seitdem mühsam wieder abzubauen versuche, indem ich mich mit Placebo á la Joe Dispenza recht erfolgreich selbst therapiere.
Es ist, wie Bismarck gesagt hat: Wer weiß, wie Würste und Gesetze gemacht werden, kann nachts nicht mehr schlafen.
Nachdem ich mich mittlerweile im Rahmen meines Studiums schon eine Weile mit Gesetzen beschäftige, kann ich das nicht nur bestätigen, sondern um Folgendes erweitern: Wer sich ansatzweise mit der Komplexität des menschlichen Körpers beschäftigt, kann nicht begreifen, warum die Fehlerquote nicht in jeder Hinsicht knapp unter den 100% herumschrappt.

III. DIE ANDERE SEITE

Man sieht es mir nicht an, ich liebe Weiblichkeit und vor allem Männer, aber:
Ich kann ein ziemlicher Kerl sein.
Nachdem ich das vor meinem Auszug aus der Heimat die letzten zwei Jahre in einem liebenswerten Kreis in großem Ausmaß praktiziert habe, gibt es bis heute für mich wenig, was so entspannend ist, wie den ganzen Abend die XBox heiß laufen zu lassen, während Bier fließt, und die Pausen mit Trinkspielen und Poker zu füllen. Zwei Fähigkeiten sind mir aus dieser Zeit erhalten geblieben, die sich als nützlich erwiesen haben: Trinkfestigkeit und felsenfestes Konsolenhandling, das sich auch auszahlt, wenn mal unter „normalen“ Menschen auf der N64 Mario Kart ausgepackt wird.
Mein Dad hat sich längst daran gewöhnt, mir nicht nur mitzuteilen, dass das Auto kaputt ist, sondern gleich die Details zu erklären. Vor einer ganzen Weile habe ich mich drei Tage lang bei einem Freund unter Kabeln und Festplatten vergraben, um ein Problem mit meinem Mac zu beheben, anstatt ihn einfach in die Reparatur zu geben, weil mir die Aufwandsdifferenz anfangs nicht ganz klar war – jetzt kann ich booten.
Und weil das alles bei anderen Frauen in der Regel nur Unverständnis weckt – Männer sind da flexibler, es sei denn, du reparierst den Kühlschrank besser als sie – schweige und profitiere ich diesbezüglich aufgrund schlechter Erfahrungen in der Regel einfach still vor mich hin.

IV. FAIBLE FÜR PSYCHOLOGIE

Mich mit einem Block aufs Sofa gesetzt und versucht, einen meiner Mitbewohner zu hypnotisieren, habe ich zwar noch nicht.
Aber aus psychologischen und biologischen Aspekten heraus ist für mich völlig klar, dass sich wesentlich mehr Verhaltensmuster auf Triebe, Hormone und das Unterbewusstsein zurückführen lassen, als viele Menschen denken.
Das öffnet bei aufmerksamer Beobachtung Türen zu einem völlig neuen Verständnis des sozialen Umfelds, und ist nicht nur ein hilfreiches Hobby im Alltag, sondern führt auch dazu, dass man sich in einen gänzlich anderen Bezug zu anderen und sich selbst stellt – und lässt vor allem Raum für psychologische Experimente, die ich manchmal einfach nicht sein lassen kann.
Vermutlich wird die Evolution das Problem mit dem Dissens zwischen Unter- und Selbstbewusstsein im Laufe der Zeit in den Griff bekommen, das menschliche Bewusstsein steckt aus erdgeschichtlicher Sicht noch in den Kinderschuhen.
Aber bis dahin bleiben mir meine kleinen Experimente wohl noch eine Weile erhalten.

V. PERFEKTIONISMUS

Ich bin in vielerlei Hinsichten ein kleiner Perfektionist, und das gilt leider in erster Linie für meine werte Persönlichkeit selbst.
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, wie Goethe so schön gesagt hat, und so faul ich in vielen Hinsichten bin, so fasziniert bin ich manchmal davon, mit welcher Inbrunst mich meine Motivation manchmal vorantreibt.
Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass dahinter zum größten Teil ein schlechtes Gewissen steckt, denn als Verfechterin des Leistungsprinzips bin ich zwar der Meinung, dass man dort landen kann, wo man hin will, aber irgendwie muss man dann vorher eben schon auch etwas dafür tun.
Ähnlicher Perfektionsdrang befällt mich regelmäßig bei sämtlichen kreativen Arbeiten vom Klavier über Plastiken bis hierhin in die Untiefen meiner literarischen Produktion.
Am schlimmsten wird es in Hinblick auf Wissenschaft und Studium: Beispielsweise bei Reportagen über die Relativitätstheorie erwacht in mir regelmäßig ein kaum zu ertragendes Bedürfnis, gleich die ganze Astrophysik zu begreifen, und dann geht sofort der oben angesprochene Nerd-Kreislauf los. Und der hört dann so schnell nicht mehr auf.

VI. ABER

An dieser Stelle muss ich unbedingt der lieben Frau Ahnungslos den Titel der „Meistbesitzerin des Aber“ strittig machen.
Denn Fakt ist: Wenn jemand anfängt, mit irgendetwas zu argumentieren, rattert mein Kopf regelmäßig schon sämtliche „Aber!“s durch, bevor er oder sie den Satz auch nur beendet hat. Der andere kann noch so oft seine Meinung wechseln, mein erster Gedanke dazu ist meistens sofort der Gegenteilige. Ich weiß, das ist unsozial, und ich schäme mich dafür, aber ich arbeite daran, versprochen.
Am schlimmsten steht es bei mir jedoch um die Entscheidungsfähigkeit. Ich weiß nicht, wie viele Stunden meines Lebens ich bereits an die Phase der Entscheidungsfindung verloren habe, und ich glaube, ich möchte es auch gar nicht so richtig wissen. Ich bin eine richte Alles-und-jede-Möglichkeit-Abwägerin, eine endlose Kosten-Nutzen-Gegenüberstellerin, bei manchen Entscheidungen finde ich gut und gerne auch mal zwei Dutzend Für und Widers, und wenn ich gerade das Gefühl habe, alles durchdacht zu haben, dann schleicht sich wieder das kleine gemeine Aber ein.

VII. GLÜCK

Erst vor kurzem hat mich jemand, den ich sehr gerne habe, gefragt, welche Eigenschaft ich an mir selbst am meisten schätzen würde.
Die Antwort ist: Ich bin glücklich. Das heißt nicht, dass ich nie schlechte Laune oder Angst habe oder nicht des öfteren abends mit einer endlosen Gedankenschleife im Bett liege, weil mich etwas beunruhigt.
Aber ich kann aus vollem Herzen von mir behaupten, dass ich grundsätzlich glücklich bin. Ich bin zufrieden mit mir, ich glaube, dass mir alle Möglichkeiten und die Welt offen stehen, und ich bin, je älter ich werde, immer dankbarer für das, was ich habe.
Ich habe eine sehr rationale Seite, was meine Art zu denken angeht, aber in vielen Hinsichten bin ich auch ein absoluter Gefühlsmensch. Leben, Liebe, Situationen muss man einfach spüren, darin bin ich ziemlich gut. Und das macht glücklich.

Ich bin eigentlich weder ein Fan von solchen Kettenaktionen noch davon, hier zu viel persönliches Preis zu geben, aber diese liebe Einladung konnte ich einfach nicht ausschlagen. Verehrte Frau Ahnungslos, ich hoffe, sie sind zufrieden mit der Ausbeute!

Und damit fliegt das Stöckchen weiter an:
Chris, Andreas, Ben Froehlich, NoHeroIn, Mo Beumers, den Seiltänzer und Penza.
Ich weiß, einige von euch mögen Kettenbriefe genauso wenig wie ich. Aber ich würde mich freuen, wenn ihr euch die Mühe macht, und wenn nicht, seht es einfach als das Zeichen der Wertschätzung für eure Seite, die es eigentlich darstellt! 😉

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10 Gedanken zu “LOVELY BLOG AWARD

  1. Oh, der Frosch ist dabei. Du hast mir sogar damit einen positiven Blogeintrag sowie einige positive Gedanken geschenkt. Wenn das nicht lohnt, was? Ich mag was du über dich schreibst. Und hätte ich es vorher gelesen hättest du meine Stoßdämper einbauen und die Querlenker ersetzen können. Das kannst du doch, oder? Und etwas schweißen? Ja? Hab dich lieb! Frooosch

  2. Daanke!
    Definitiv lohnt sich das!
    Du brauchst weder Stoßdämpfer noch Querlenker. Aber Schweißen können wir gerne trotzdem, so schwer kann das ja nicht sein – wie Löten in groß 😀
    Ich dich auch! Danke für´s Mitmachen!

  3. Heyhey!

    Vielen Dank für deine Nominierung, freue mich sehr, vor allem auch, dass dir mein Blog so gut gefällt. Ich werde auf jeden Fall auch hier teilnehmen, allerdings dauert es etwas, bis mir 7 spannende Fakten über mich eingefallen sind. 🙂 Ich sag dir dann aber auf jeden Fall Bescheid.

    Grüße!

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